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<title>Da Vinci 's Sakrileg - maria_magdalena</title>
<description>Alles rund um Dan Brown's Sakrileg</description>
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<lastBuildDate>Mon, 25 Dec 2006 11:17:40 +0100</lastBuildDate>
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<title>If Jesus ever loved a woman - Johny Cash</title>
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<author>noreply@blogspirit.com ()</author>
<category>Maria Magdalena</category>
<pubDate>Mon, 12 Jun 2006 08:56:05 +0200</pubDate>
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&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.campodecriptana.de/blog/2006/05/28/545.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;If Jesus ever loved a woman&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; gesehen, bei &lt;a href=&quot;http://www.campodecriptana.de/blog/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Campo News-Blog&lt;/a&gt;
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<title>Maria Magdalena - Das Rätsel der Gefährtin</title>
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<author>noreply@blogspirit.com ()</author>
<category>Maria Magdalena</category>
<pubDate>Thu, 18 May 2006 19:45:00 +0200</pubDate>
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&lt;a href=&quot;http://www.merkur.de/12653.0.html?&amp;no_cache=1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Das Rätsel der „Gefährtin“ &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;von Michael Welte&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeitung bietet ein Forum an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zitiere: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Dichterische Freiheit ist ein hohes Gut. Eine Grenze gibt es eigentlich nur dort, wo der Autor sie sich selbst setzt. Das hat Dan Brown im Vorwort zu seinem Bestseller „Sakrileg“ getan: Alle Dokumente seien „wirklichkeits- beziehungsweise wahrheitsgetreu wiedergegeben“. Inzwischen wurde auch dieser Satz als Herausgeberfiktion bezeichnet. Dafür aber ist die Liste der leibhaftigen Personen und bekannten Einrichtungen, denen Brown für die Unterstützung bei der Recherche dankt, einfach zu lang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Browns Buch heißt im Deutschen nicht nur „Sakrileg“. Es ist selber eins. Wem Wahrheit heilig (sacer) ist, der muss Dan Browns Buch als ein Sakrileg an der Wahrheit empfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Brown beruft sich auf Texte, die in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entdeckt wurden: „die Schriftrollen vom Toten Meer“ und „die koptischen Schriftrollen von Nag Hammadi“. Man mag darüber hinwegsehen, dass es sich bei den Nag-Hammadi-Handschriften nicht um Texte in Rollen-, sondern in Buchform handelt. Dass „der Vatikan in Fortsetzung seiner Tradition der Verschleierung und Informationsunterdrückung mit allen Mitteln versucht“ habe, „die Veröffentlichung dieser Schriften zu verhindern“, ist ebenso falsch wie die von Brown aus den Texten selbst herausgelesenen „Fakten“ einschließlich seiner Folgerung, „dass unser heutiges Neues Testament von Männern zusammengestellt und herausgegeben wurde, die eine politische Absicht damit verbunden haben. Zur Untermauerung ihres eigenen Machtanspruchs musste aus dem Menschen Jesus Christus der Sohn Gottes gemacht werden“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Jesus wird bei Brown ein normal sterblicher Mann. Er war mit Maria Magdalena verheiratet und hatte mit ihr ein Kind. Erst mithilfe Kaiser Konstantins war er auf dem Konzil von Nicäa per Abstimmung „mit einer ziemlich knappen Mehrheit“ zum Sohn Gottes erklärt worden. Alte Evangelien, die die nach Browns Überzeugung richtige Version enthielten, wurden vernichtet. Konstantin „gab eine neue Evangeliensammlung in Auftrag, die er finanzierte. In diese Sammlung durfte keine jener Darstellungen aufgenommen werden, in denen Jesus als Mensch gesehen wurde, während alles, was ihn in ein göttliches Licht rückte, hervorzuheben war.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;In einem Interview mit dem ZDF outete sich Brown vor kurzem als Feminist. Möglicherweise erklärt das ein wenig, warum er Maria Magdalena – nach dem Bericht der Evangelien ist sie die erste Zeugin der Auferstehung Jesu – in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Dann sagt Brown, dass die vom ihm behauptete Liebesbeziehung zu Jesus keineswegs dessen bedeutende Botschaft untergrabe. Sie unterminiere auch nicht seine Göttlichkeit. Das muss man sich merken. Denn das widersprichteiner Hauptthese in seinem Buch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Gefährtin, nicht Frau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Die Ehe zwischen Jesus und Maria Magdalena belegt er mit dem Philippus-Evangelium, einem der 1945 in Nag Hammadi entdeckten gnostischen Evangelien: „Und die Gefährtin des Erlösers war Maria Magdalena. Christus liebte sie mehr als seine Jünger und küsste sie auf den Mund.“ Jeder, „der des Aramäischen mächtig ist“, sagt Brown, bestätige, „dass das Wort Gefährtin in jenen Tagen nichts anderes als Ehefrau bedeutet hat“. Wie alle in Nag Hammadi gefundenen Bücher ist auch das Philippus-Evangelium in koptischer Übersetzung überliefert. Die Entzifferung solcher Texte ist nicht Sache von Kryptologen, sondern von Koptologen. Das Lehnwort aus dem Griechischen bedeutet in beiden Sprachen „Gefährtin“, nicht „Ehefrau“. Die Ansätze für die Datierung des Evangeliums reichen übrigens vom 2. bis zum 4. Jahrhundert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Im ZDF erklärte Brown, dass er im Wesentlichen aus den gnostischen Evangelien schöpft. Dazu gehört auch das „Evangelium der Maria“. Ihm entnimmt er, dass Maria Magdalena von Jesus auch dazu ausersehen wurde, die Leitung der Kirche zu übernehmen. Die ins 2. Jahrhundert datierte Schrift wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Ägypten entdeckt. Von den 18 Seiten des aus dem Griechischen ins Koptische übersetzten Textes sind acht erhalten. Darin geht es zunächst im Gespräch „des auferstandenen Erlösers“ mit den Jüngern um eine Frage, die keinen Zweifel an dem gnostischen Charakter der Schrift lässt: „Was ist die Materie? Wird sie ewig währen? Der Erlöser antwortete: Alles Zusammengesetzte wird sich auflösen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;In einer Offenbarung, im Besonderen an Maria, beschreibt „der Erlöser“ den Weg der Seele aus dem Klima der Begierde und der Unwissenheit in eine andere Welt, „wo die Zeit in der Ewigkeit ruht“. Petrus reagiert gereizt: „,Hat der Heiland wirklich ohne unser Wissen mit einer Frau gesprochen? Sollten wir auf ihre Worte hören? Zieht Jesus sie uns vor?’ Und Levi antwortete ihm: ,Petrus, du bist voller Jähzorn gewesen. Und nun muss ich sehen, dass du dich gegen diese Frau erhebst wie gegen einen Feind. Gewiss kennt der Erlöser sie sehr gut. Darum liebt er sie mehr als uns.’“ Das Gespräch schließt mit der Aufforderung Levis: „Lasst uns aufbrechen, das Evangelium zu verkünden.“ Danach „machten sie sich auf den Weg, um das Evangelium zu verkünden“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Es geht in der Offenbarung an Maria also nicht um einen Sonderauftrag an sie, sondern darum, wie die Seele ihren Weg zum Heil findet. Brown benutzt das „Evangelium der Maria“ als Beleg für die kühne Behauptung: „Nach Aussage jener alten unverfälschten Evangelien hat Christus nicht Petrus zum Sachwalter seiner Kirche eingesetzt, sondern Maria Magdalena.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Aus guten Gründen berufen sich die Kirchen auf keines dieser Evangelien. Zum einen, weil sie später entstanden als die des NeuenTestaments. Brown hingegen will seine Leser das Gegenteil glauben machen. Er behauptet einfach, die vier Evangelien des Neuen Testaments seien eine erst auf die Initiative Konstantins entstandene „neue Sammlung“, der „fast alle alten Schriften (das heißt die späteren gnostischen Evangelien) vernichten“ ließ. Tatsächlich hat Konstantin, nachdem in den Christenverfolgungen zuvor viele Bibeln vernichtet worden waren, gerade umgekehrt für „Nachschub“ in den neuen Hauptkirchen seines Reiches gesorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Dass Jesus der Sohn Gottes sei, bezeugen schon seit der Mitte des 1. Jahrhunderts die frühesten Schriften des Neuen Testaments. Deshalb stand diese Frage auf dem von Konstantin im Jahr 325 einberufenen Konzil von Nicäa auch gar nicht zur Debatte, wie Brown behauptet. Da ging es vielmehr darum, auf welche Weise Jesus göttlich ist: Ist er wesensgleich oder wesensähnlich mit Gott dem Vater? Die Entscheidung fiel auch nicht knapp, wie Brown meint. Nur zwei der über zweihundert versammelten Bischöfe votierten gegen die Wesensgleichheit Jesu mit dem Vater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Es gibt einen zweiten, gewichtigeren Grund, warum sich die Kirchen auf keines der biblischen Evangelien berufen: In den späteren, zu denen auch das neu ins Gespräch gekommene Judas-Evangelium gehört, sucht man vergeblich nach dem, woran das echte Evangelium zu erkennen ist. Man sucht vergeblich nach der Botschaft von der Begnadigung des Sünders und dem ewigen Heil in Jesus Christus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Bis heute hat diese Botschaft die Köpfe und Herzen von Menschen zu einem Leben in der Kraft des Glaubens, in der Liebe und in der Hoffnung bewegt. Das Interesse scheint neu geweckt. Die Chancen stehen gut, dass dies auch in der Zukunft geschehen wird. Auch Browns Sakrileg an der Wahrheit könnte dazu ein Anstoß sein&quot;.
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<title>Wer war Maria Magdalena? Predigt aus der evangelischen Kirche Neuenburg</title>
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<author>noreply@blogspirit.com ()</author>
<category>Maria Magdalena</category>
<pubDate>Wed, 03 May 2006 19:00:00 +0200</pubDate>
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&lt;div style=&quot;text-align: center&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://davinci-ssakrileg.blogspirit.com/images/medium_abendmahl.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://davinci-ssakrileg.blogspirit.com/images/medium_abendmahl.jpg&quot; alt=&quot;medium_abendmahl.jpg&quot; style=&quot;border-width: 0; margin: 0.7em 0;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke &lt;a href=&quot;http://danifree.wordpress.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Daniel&lt;/a&gt;! Aus der Schweiz &lt;a href=&quot;http://danifree.wordpress.com/2006/05/01/sakrileg-predigt/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sakrileg-Predigt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://ek-neuenburg.de/audio-predigt/mp3/predigt-aktuell.mp3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die Predigt ist hier!&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt mache ich mich auf den Weg zu der Premiere von Mission Impossible III !
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<title>Aus der &quot;Zeit&quot; - Die starke Frau am Grab</title>
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<author>noreply@blogspirit.com ()</author>
<category>Maria Magdalena</category>
<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 21:50:00 +0200</pubDate>
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Zweifelos bin ich gemeint! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Artikel von Robert Leicht &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2005/13/Portr_8at_Magdalena?page=1&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Die starke Frau am Grab &lt;/a&gt; aus der &quot;Zeit&quot; hat mir recht gut fefallen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich zitiere: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Wer aber war Maria Magdalena wirklich? Dass sie eine starke Frau war, ist leicht zu erkennen, aber alles Übrige schwierig zu erheben, weil sämtliche Evangelien und nichtkanonischen Texte, in denen ihr Name vorkommt, Bekenntnistexte sind und nicht etwa historische Dokumente, nicht einmal im Sinne antiker Geschichtsschreibung. Zudem stammt keiner dieser Texte von einem Augenzeugen aus der Zeit Jesu, sondern alle wurden sie von Glaubenszeugen verfasst. Was man von Jesus von Nazareth historisch gesichert sagen kann, passt auf ein, zwei Buchseiten; für alle anderen Nebenfiguren braucht man noch weniger Platz. Das schafft viel Raum für Fantasie und Spekulation – auch für Kunst und Literatur&quot; (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Das gemeinsame Problem dieser traditionellen Rezeptionsgeschichte liegt freilich darin, dass in diesen Wahrnehmungen seit Gregor dem Großen (um 540 bis 604 nach Christus) mehrere Frauenbilder des Neuen Testaments übereinander geblendet – und dann, je nach Interessenlage, mit eigenen Vorstellungen aufgeladen werden. Geht man historisch-kritisch an die Texte heran, so kann man nicht mehr drei Frauen zu einem »Gesamtkunstwerk« legieren. Dann ist Maria Magdalene eben nicht identisch mit der Maria von Bethanien (bekannt aus dem Schwesterpaar Maria und Martha) und schon gar nicht mit der namenlosen »großen Sünderin« aus dem Lukasevangelium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria Magdalena heißt eigentlich – und richtig: Maria von Magdala. Sie stammt also aus Magdala, einem Fischerdorf am See Genezareth. Sie war vermutlich wohlhabend und offenbar unverheiratet. Man könnte auch sagen: für ihre Zeit sehr emanzipiert, was in der späteren, männlich dominierten Leseweise natürlich Verdacht und Lüsternheit wecken konnte. Sie ist die einzige Frau im Neuen Testament, die nicht abgeleitet aus einer Familienbeziehung eingeführt wird. Immerhin war sie relativ weit gereist – das erklärt die Hinzufügung ihres Heimatortes zum Namen, wie bei Jesus von Nazareth. Eine Prostituierte wäre nie so prominent beim Namen genannt worden. Dass sie nebst den zwölf Jüngern zu den Anhängerinnen Jesu gezählt wird, hat zunächst – wie bei den Männern auch – Überzeugungsgründe, gefördert durch eine vorausgegangene Heilungsgeschichte (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Man muss dazu die Texte nur, wie von ihrer ursprünglichen Intention dringend geboten, von Ostern her lesen. So gesehen kontrastiert das Bild dieser Frau deutlich mit dem Bild, das die Männer in den letzten Lebensstunden ihres Meisters abgeben. Judas verrät Jesus. Als Jesus beim letzten Mahl vom Verrat spricht, fragen alle Jünger: »Herr, bin ich’s?«, als sei jeder von ihnen des Verrats fähig. Petrus rühmt sich, er werde lieber sterben, als Jesus verleugnen – und alsbald kräht der Hahn. Und als Jesus im Garten Gethsemane unmittelbar vor seiner Verhaftung aufs Angesicht fällt und verzweifelt betet, hauen sich Petrus und die »zween Söhne Zebedäi« seelenruhig aufs Ohr und schlafen dreimal nacheinander ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Als nach Jesu Tod und Grablegung die Jünger zunächst den Bankrott aller ihrer Hoffnungen erleben, sind es die Frauen, an ihrer Spitze Maria von Magdala (bei Johannes ist es gar sie allein), die den Gang zum Grab eines von Staats und von Religionsobrigkeits wegen hingerichteten Aufrührers und Gotteslästerers wagen. So wird Maria von Magdala die erste Zeugin des leeren Grabes und der ersten Christophanie, der Erscheinung des Auferstandenen – und damit zur ersten Zeugin des eigentlichen christlichen Glaubens. Erst danach werden die Männer herbeigerufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor man diesen Befund (früh-)feministisch überbewertet, sollte man freilich eine gewisse Vorsicht walten lassen. Zwar vermerkt Martin Luther hierzu: »Wenn das weibliche Geschlecht anfängt, die christliche Lehre aufzunehmen, dann ist es viel eifriger in Glaubensdingen als Männer … Magdalena war viel beherzter als Petrus.« Aber in jener Zeit galt das Zeugnis von Frauen und Kindern vor Gericht nicht viel. Es könnte ja sein, dass die Evangelisten die an sich unglaubliche Nachricht der Auferstehung eines Gekreuzigten von den Toten zunächst einmal Frauen in den Mund legten, auf deren Nachrichten man nicht gleich alles geben konnte, um so das Einsickern des Unerhörten gewissermaßen nach und nach vorzubereiten. Und selbst Maria von Magdala zeigt sich zunächst im höchsten Grade verwirrt. Folgt man dem Johannesevangelium, denkt sie angesichts des leeren Grabes zuerst an einen ruchlosen Leichenraub. Überzeugt davon, dass er der Einzige ist, der weiß, was gespielt wird, wendet sie sich an einen – wie sie vermutet – Gärtner: »Sage mir, wo du ihn hingelegt hast.« Erst als der ihr fremde Mann sie bei ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn: »Rabbuni! Meister!« In diesem Wiedererkennen, in dieser Glaubenserweckung durch das existenzielle Angesprochensein darf man durchaus ein frühes Stück existenzialer Theologie lesen&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach schön und wahr!
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