16.05.2006
Das Opus Dei und seine Rolle im Sakrileg
Eine Klaviatur der überzogenen Vorwürfe“
Das Interview:
CHiLLi: „Wenn der Sekretär der päpstlichen Glaubenskongregation, Monsignor Angelo Amato, zum Boykott des Films und zur Ergreifung von rechtlichen Mitteln aufruft, wird dann nicht die Wirkung einer fiktiven Geschichte überschätzt?“
Christoph Tölg: „Ich würde sagen, Boykott und ähnliches sind sicher verschiedene Möglichkeiten der Reaktion auf etwas, dass nicht der eigenen Überzeugung entspricht. ‚Opus Dei’ reagiert allerdings nicht mit Empörung. Wir wollen nicht bei der persönlichen Befindlichkeit stehen bleiben, die sich im ersten Schritt erzürnt, sondern zum zweiten Schritt kommen, der darin besteht, das Gute bekannt zu machen.“
CHiLLi: „Dan Brown erklärt, er hätte sich um eine ausgewogene und faire Darstellung des ‚Opus Dei’ bemüht. Wie sehr stimmen sie dem zu?“
Christoph Tölg: „Ich kann das jetzt nicht mit absoluter Sicherheit sagen, aber soweit ich gehört habe, hat Dan Brown mit keinem Mitglied des ‚Opus Dei’ – ausgenommen sind bereits ausgetretene – ein Gespräch geführt. Was er in seinem Buch anspricht, würde ich als Klaviatur der überzogenen Vorwürfe bezeichnen, die da zusammengefasst werden und aus einer Übersteigerung entstanden sind. Manches an Einzelheiten könnte man als unangemessen bezeichnen, da der gesamte Roman eine ablehnende Haltung hat.“
„Von der Lektüre des Buches her hatte ich den Eindruck, dass am Anfang ein paar Dinge aufgegriffen werden, die er im Kritikerkreis recherchiert hat. Er bleibt aber auf der Vorwurfsebene stehen. In der weiteren Folge des Buches kommen dann diese Verschwörungstheorien zum Zug, die von dem Autorentrio Baigent, Leigh und Lincoln in den achtziger Jahren verfasst wurde und von Brown anscheinend übernommen wurde.“
CHiLLi: „Wie steht es mit Ritualen wie der Selbstgeißelung und dem Tragen eines Bußgürtels?“
Christoph Tölg: „Was da dargestellt wird, entspricht der Logik des Horror-Genres und dessen Klischees. Damit hat das ‚Opus Dei’ aber nichts zu tun, davon kann man sich nur distanzieren. In der katholischen Kirche gab es aber immer auf die eine oder andere Weise Formen der Buße, um sich mit Jesus Christus, der für uns gelitten hat, in Liebe zu verbinden. Bekannte Heilige wie Franz von Assisi oder Mutter Teresa von Kalkutta vollführten solche Praktiken. Das ‚Opus Dei’ schließt das als Tradition der Kirche nicht aus, aber das Normale ist für ein Mitglied des ‚Opus Dei’ – da es sich ja zumeist um Männer und Frauen im Berufsleben handelt –, sich mit den Schwierigkeiten des Alltags auseinander zu setzen. Diese gewöhnlichen Schwierigkeiten des Lebens als Buße zu nehmen, das ist für das ‚Opus Dei’ typisch.“
CHiLLi: „Zuvor haben wir über ein religiöses Vakuum gesprochen, in das Bücher wie ‚Sakrileg’ hinein gelangten und zum Erfolg wurden. Ist dieser Weg, der Verwirklichung im Privatleben, der Weg des ‚Opus Dei’, um das Vakuum wieder zu füllen?“
Christoph Tölg: „Vielleicht muss man da differenzieren. Ich würde das als ein Phänomen der westlichen Welt bezeichnen. Wir hatten eine Christianisierung vor Jahrhunderten erfahren und da ist im Laufe der Zeit doch ein Vakuum entstanden. Während in anderen Zonen der Welt das religiöse Leben viel stärker ist. Das Buch kommt ja aus dem angelsächsischen Raum und da sieht man anhand der Statistiken, dass das religiöse Leben ein wenig ad acta gelegt wurde.“
CHiLLi: „Eine grundsätzliche Frage zur ideologischen Ausrichtung des ‚Opus Dei’: Welche Positionen nimmt die Organisation in Fragen der Sexualität ein?“
Christoph Tölg: „Diese Frage ist für mich am einfachsten zu beantworten, denn das ‚Opus Dei’ hat da keine andere Haltung als das Lehramt der katholischen Kirche. Das Ziel des ‚Opus Dei’ ist eben nicht, in der Kirche eine eigene Position, zu dogmatischen oder ethischen Fragen zu haben. Es will eine Hilfe sein, damit sich jeder seine Meinung bildet. Das ‚Opus Dei’ sagt: Bilde dir deine Meinung entsprechend den Menschenrechten und den Lehren der Kirche. Das ist für einen Christen die Vorgabe. Zu den angesprochenen Fragen verweist das ‚Opus Dei’ nur auf Lehrentscheidungen der katholischen Kirche.“
CHiLLi: „Angeblich will Papst Benedikt XVI. Kondome für HIV-Infizierte erlauben.“
Christoph Tölg: „Ja, dies wurde in letzter Zeit in den Medien kolportiert. Jetzt gab es wieder eine Meldung, der heilige Vater wird keine Kommission zur Überprüfung dieser Frage einsetzen und seine grundsätzliche Meinung nicht ändern. Das waren offenbar nur Interpretationen.“
CHiLLi: „Abschließende Frage: Werden Sie sich den Film ansehen?“
Christoph Tölg: „Da ich gewissermaßen beruflich jetzt sehr viel damit zu tun habe, werde ich mir – wenn ich Gelegenheit dazu habe – den Film ansehen. Sonst hätte ich wohl weder dem Buch noch dem Film allzu große Aufmerksamkeit beigemessen.“
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Christoph Tölg - Opus Dei - Sakrileg
Christoph Tölg von „Opus Dei“ in Österreich über Glaube und Religion
Siehe auch Christoph Tölg - Opus Dei Priester sieht kein wirkliches Imageproblem - Sakrileg zu weit von der Wirklichkeit entfernt
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Das Interview:
"Die katholische Organisation „Opus Dei“ wird im Roman „Sakrileg“ von Dan Brown als geradezu machiavellistische Sekte mit mörderischen Umtrieben porträtiert. Im Telefoninterview mit Dr. Christoph Tölg vom Informationsbüro des Opus Dei Österreich, soll das Image der Verschwörungsorganisation bereinigt werden und das wahre Antlitz zu Tage treten.
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"CHiLLi: „Herr Tölg, woran glauben Sie liegt es, dass ein Roman wie ‚Sakrileg’ - und in dessen Fahrwasser viele ähnliche Werke - solch einen Erfolg haben?“
Christoph Tölg: „Aus irgendeinem Grunde spricht das Buch ein Interesse an Religiösem an und stößt in ein religiöses Vakuum hinein. Natürlich ist es spannend und leicht lesbar, aber ab einer bestimmten Verkaufszahl wird es einfach zu so einer Sache, die scheinbar jeder gelesen haben muss.“
CHiLLi: „In der Einleitung ‚Fakten und Tatsachen’ von ‚Sakrileg’ schreibt Autor Dan Brown, ‚Opus Dei’ sei eine ultrakonservative katholische Sekte. Weiters berichtet er von Gehirnwäsche und der gesundheitsgefährdenden Praxis der Selbstkasteiung. Wie sehr vermischen sich Wahrheit und Dichtung?“
Christoph Tölg: „Ich sage rundheraus, das Buch ist Fiktion und auch die Organisation, die in diesem Buch als ‚Opus Dei’ bezeichnet wird, ist Fiktion. Der Name ist da und gehört zu einer realen Einrichtung, aber was Dan Brown da schreibt, ist Fantasie, zusammengefügt aus Versatzstücken. Das ist auch unsere Haltung: Darauf hinzuweisen, dass es Fiktion ist. Unser Anliegen ist es, das wahre ‚Opus Dei’ bekannt zu machen. Das ist nicht eine Sekte, sondern eine Seelsorgeeinrichtung – anerkannt von der katholischen Kirche und institutionell errichtet –, deren Ziel es ist, Männern und Frauen zu helfen, ein gelebtes Christentum im Alltag zu führen. Das ist die Ausrichtung des ‚Opus Dei’.“
CHiLLi: „Im ‚Time Magazine’ kommt eine ehemalige Mitarbeiterin des ‚Opus Dei’ zu Wort, die von rigoroser Lebenseinteilung und minimaler Freiheit berichtet. Die Fragen die sich hier stellen: Handelt es sich um Einzelschicksal und wie sieht die Rolle der Frau in Ihrer Organisation aus?“
Christoph Tölg: „Man muss hier differenzieren. Es gibt im ‚Opus Dei’ verschiedene Arten von Mitgliedern. Von den etwa 55 Prozent weiblichen Mitgliedern sind 70 Prozent verheiratet. Diese leben in ihrer eigenen Familie, haben ihren eigenen Beruf und gestalten ihren Alltag selber. Hier trifft das also nicht zu. Es gibt dann noch einen anderen Teil von Frauen, die sich zur Verfügung stellen, um in der Bildungsarbeit oder der Betreuung der Häuser des ‚Opus Dei' zu helfen. Bei dieser Person im ‚Time Magazine’ wird es wohl so gewesen sein. Da ist es natürlich wie in jeder Tätigkeit so, dass es bestimmte Vorgaben und gewisse Freiräume gibt. Das Problem – wie in jedem Beruf – ist, inwiefern die Vorgaben akzeptiert werden, weil man mit dem Ziel einverstanden ist. Wenn ich irgendwann dieses nicht mehr annehme, erscheint mir natürlich alles wie eine Einengung. Wenn ich sage: Prinzipiell will ich ja zur Verfügung stehen, dann sind die Vorgaben in der Organisation nicht etwas, was als Einschränkung der Freiheit betrachtet wird. Das ist bei dem speziellen Fall vermutlich passiert, aber ich kenne den Einzelfall jetzt nicht persönlich.“
CHiLLi: „Dan Brown verneint die Behauptung, das Buch sei antichristlich. Genau dieser Vorwurf wird sowohl dem Buch als auch dem Film gemacht. Kurienkardinal Francis Arinze hat aufgefordert, rechtliche Mittel gegen den Film zu ergreifen, da er Jesus Christus beleidigt. Teilen sie diese Auffassung?“
Christoph Tölg: „In der Tatsachenbeurteilung würde ich folgendes sagen. Es gibt sicher nicht wenige Christen, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt sehen. Das scheint mir der Fall zu sein. Dann muss jeder für sich entscheiden, wie er darauf reagiert und im Fall des ‚Opus Dei’ hat man sich dafür entschieden, sich nicht lange beim Negativen aufzuhalten und dem dadurch noch eine größere Bedeutung zu geben, denn Konfrontation weckt immer das Interesse. Wir versuchen möglichst zum Positiven zu kommen. Wir sagen, die Kirche steht nicht für Verschwörung und Verschleierung, sondern sie steht für Offenbarung und Wahrheit. Das ‚Opus Dei’ steht nicht für negative Handlungsweisen sondern für eine geistliche Unterstützung.“
08:35 Veröffentlicht in Christoph Tölg | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
14.05.2006
Christoph Tölg - Opus Dei Priester sieht kein wirkliches Imageproblem - Sakrileg zu weit von der Wirklichkeit entfernt
Siehe Opus Dei - Sakrileg - Welche Wahrheit? Heute das vollständige Interview mit Christoph Tölg.
Zu John Allen
Aus der Austria Presse Agentur oder einfach APA
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Opus Dei Priester sieht kein wirkliches Imageproblem - Buch zu weit von der Wirklichkeit entfernt
"Wien (APA) - Durch die Verfilmung von Dan Browns Bestseller "The Da Vinci Code" rückt die katholische Organisation Opus Dei einmal mehr ins Interesse der Öffentlichkeit. Schon vor dem Erfolg des Thrillers "Sakrileg" galt das "Werk Gottes" als ein katholischer Geheimbund, der durch seine angebliche politische Macht, den ihm nachgesagten Reichtum und sagenumwobene Bußrituale für Spekulationen sorgte. Brown tat sein übriges dazu, indem er die wichtigste Schurkenrolle im "Sakrileg" mit Silas besetzte, einem masochistischen Albino-Mönch, der im Auftrag des Opus Dei Morde begeht.
"In Sorge um weitere Imageschäden hat sich die erzkatholische Organisation vor dem Kinostart an den Filmkonzern "Sony-Columbia" gewandt und darum gebeten, dass der Verfilmung der Hinweis auf den fiktiven Charakter des Werks vorgeschaltet wird. Auch das Opus Dei Österreich wird nicht müde, zu betonen, dass "in dem Bestseller Praktiken dargestellt werden, die sich am Horrorgenre orientieren, die aber mit der Wahrheit nichts zu tun haben", so Christoph Tölg, Priester und Seelsorger bei Opus Dei Österreich, im Gespräch mit der APA.
"Es sei wichtig, zu sehen, dass es sich bei dem Buch um eine Fantasiegeschichte handelt, die etwa mit der Darstellung blutiger Bußpraktiken das Sensationsbedürfnis der Leute anspricht mit dem Ziel, Geld zu machen. Tölg leugnet nicht, dass das Opus Dei auch in der Realität Bußübungen "nicht ausschließt", allerdings in einer "maßvollen, die Gesundheit nicht schädigenden Art". Derartige Praktiken habe es in der katholischen Kirche schon immer gegeben. Sie wurden sowohl von Franz von Assisi als auch von Mutter Teresa geübt. Dahinter stehe die Bemühung, "sich mit Christus zu verbinden, der für uns gelitten hat".
"Neben den Bußübungen spielen in der Darstellung Dan Browns auch die angebliche politische Macht sowie der Reichtum der Organisation eine entscheidende Rolle. Von einer politischen Einflussnahme will Tölg allerdings nichts wissen. "Der Einfluss des Opus Dei bezieht sich nur auf das geistliche Leben, nicht aber auf weltliche Aspekte", lautet seine Gegendarstellung.
"Auch von einem sagenhaften Reichtum könne keine Rede sein. Opus Dei bezieht keinen Kirchenbeitrag und das Jahresbudget der Organisation, das sich hauptsächlich aus den freiwilligen Abgaben der Mitglieder zusammensetzt, sei mit dem einer mittleren Diözese in den USA vergleichbar. Der Opus-Dei-Experte John Allen geht in einem unlängst auch auf Deutsch erschienenen Buch von höchstens 2,8 Milliarden Dollar aus.
"Und was ist dran an der Darstellung einer erzkonservativen Eliteeinheit? Weltweit verfügt Opus Dei über rund 85.000 Mitglieder, die größtenteils über "persönliche Bekanntschaften" in Kontakt kommen. Der Beitritt zur Organisation wird als Lebensentscheidung katholischer Christen gesehen und erfolgt vertraglich. Dieser Vertrag muss jährlich erneuert werden. In beiderseitigem Einvernehmen kann er auch früher aufgelöst werden. Erst nach sechs Jahren ist eine dauernde Mitgliedschaft möglich. Mit einer "Supermacht des Bösen", wie in "Sakrileg" dargestellt, hat Opus Dei überhaupt nichts gemein, so Tölg.
"Ein wirkliches Imageproblem sieht der Priester allerdings auch nicht. Dazu sei "Sakrileg" zu weit von der Wirklichkeit entfernt. Er hofft vielmehr, dass Opus Dei das bereits durch das Buch ausgelöste enorme öffentliche Interesse dazu nützen könne, "unsere Wahrheit besser rüber zu bringen". Er hoffe auch, dass durch eine faire Berichterstattung Imageschäden aus der Vergangenheit behoben werden".
11:30 Veröffentlicht in Christoph Tölg | Permalink | Kommentarstatus (0) | Per Email verschicken
11.05.2006
Opus Dei - Sakrileg - Welche Wahrheit?
Aus Networld Opus Dei über "Sakrileg": Handlung im Buch hat mit der Wahrheit nichts zu tun
Ich frage mich was bedeutet "erzkatholisch"?
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Ich zitiere:
... "Auch das Opus Dei Österreich wird nicht müde, zu betonen, dass "in dem Bestseller Praktiken dargestellt werden, die sich am Horrorgenre orientieren, die aber mit der Wahrheit nichts zu tun haben", so Christoph Tölg, Priester und Seelsorger bei Opus Dei Österreich.
"Es sei wichtig, zu sehen, dass es sich bei dem Buch um eine Fantasiegeschichte handelt, die etwa mit der Darstellung blutiger Bußpraktiken das Sensationsbedürfnis der Leute anspricht mit dem Ziel, Geld zu machen. Tölg leugnet nicht, dass das Opus Dei auch in der Realität Bußübungen "nicht ausschließt", allerdings in einer "maßvollen, die Gesundheit nicht schädigenden Art". Derartige Praktiken habe es in der katholischen Kirche schon immer gegeben. Sie wurden sowohl von Franz von Assisi als auch von Mutter Teresa geübt. Dahinter stehe die Bemühung, "sich mit Christus zu verbinden, der für uns gelitten hat".
"Neben den Bußübungen spielen in der Darstellung Dan Browns auch die angebliche politische Macht sowie der Reichtum der Organisation eine entscheidende Rolle. Von einer politischen Einflussnahme will Tölg allerdings nichts wissen. "Der Einfluss des Opus Dei bezieht sich nur auf das geistliche Leben, nicht aber auf weltliche Aspekte", lautet seine Gegendarstellung.
"Auch von einem sagenhaften Reichtum könne keine Rede sein. Opus Dei bezieht keinen Kirchenbeitrag und das Jahresbudget der Organisation, das sich hauptsächlich aus den freiwilligen Abgaben der Mitglieder zusammensetzt, sei mit dem einer mittleren Diözese in den USA vergleichbar. Der Opus-Dei-Experte John Allen geht in einem unlängst auch auf Deutsch erschienenen Buch von höchstens 2,8 Milliarden Dollar aus.
"Und was ist dran an der Darstellung einer erzkonservativen Eliteeinheit? Weltweit verfügt Opus Dei über rund 85.000 Mitglieder, die größtenteils über "persönliche Bekanntschaften" in Kontakt kommen. Der Beitritt zur Organisation wird als Lebensentscheidung katholischer Christen gesehen und erfolgt vertraglich. Dieser Vertrag muss jährlich erneuert werden. In beiderseitigem Einvernehmen kann er auch früher aufgelöst werden. Erst nach sechs Jahren ist eine dauernde Mitgliedschaft möglich. Mit einer "Supermacht des Bösen", wie in "Sakrileg" dargestellt, hat Opus Dei überhaupt nichts gemein, so Tölg.
"Ein wirkliches Imageproblem sieht der Priester allerdings auch nicht. Dazu sei "Sakrileg" zu weit von der Wirklichkeit entfernt. Er hofft vielmehr, dass Opus Dei das bereits durch das Buch ausgelöste enorme öffentliche Interesse dazu nützen könne, "unsere Wahrheit besser rüber zu bringen". Er hoffe auch, dass durch eine faire Berichterstattung Imageschäden aus der Vergangenheit behoben werden".
11:00 Veröffentlicht in Christoph Tölg | Permalink | Kommentarstatus (2) | Per Email verschicken


