31.05.2006

Sakrileg Nr. 1 in Deutschland!

Besuchern vom Wochenende 25.05.06 - 28.05.06

30.05.2006

Das Opus Dei - ein Überblick

Hallo! Einen interessanten Beitrag aus einem anderen Blog. Mit Zustimmung des Blogers veröffentliche ich diesen Artikel hier.


Das Opus Dei - ein Überblick


Kaum eine Gruppierung der römisch-katholischen Weltkirche genießt solch einen Status der "Umstrittenheit" wie das Opus Dei. Der nachstehende Artikel will Fakten vermitteln und so zur Versachlichung der Diskussion beitragen. - Für die kritische Durchsicht dankt der Verfasser Prof. Dr.phil. Dr.theol. Jutta Burggraf, Universität von Navarra, Pamplona/Spanien, und Dipl.-Bibl. Anselm Sickmann, Bonn.



Das Opus Dei ("Werk Gottes"), seit 1982 eine Personalprälatur der römisch-katholischen Kirche, wurde 1928 in Madrid durch den spanischen Priester Josemaría Escrivá de Balaguer (1902-1975) gegründet. Es bezweckt, unter Menschen aller sozialen Schichten und Berufsgruppen ein konsequent christliches Leben zu fördern. Hierzu bietet das Werk geistliche Bildung und seelsorgliche Betreuung an. Die Angehörigen sollen den Geist des Evangeliums in alle Bereiche der Gesellschaft tragen. Die Prälatur konkurriert nicht mit den Bistümern und Pfarrgemeinden, sondern unterstützt ihr Wirken.



I. Lebensweg des Gründers und geschichtlicher Abriss



Josemaría Escrivá wird am 9. 1. 1902 in Barbasto (Nordostspanien) geboren. Nach einem Theologiestudium in Zaragoza empfängt er bereits 1923 die Priesterweihe. Ein zusätzlich aufgenommenes juristisches Studium an der Universität Madrid kann Escrivá wegen des Bürgerkrieges erst 1939 mit der Promotion abschließen; die theologische Promotion folgt dann noch 1955 an der Lateran-Universität in Rom.



Der 2. 10. 1928 gilt als Gründungsdatum des Opus Dei. An diesem Tag erkennt Escrivá die Berufung zur Gründung des Werkes. Bereits die (spätere) Namensgebung bringt zum Ausdruck, dass das Opus Dei nicht die Initiative Escrivás ist. Parallel zum Aufbau des Werkes arbeitet Escrivá als Armen- und Krankenseelsorger. Spanischer Bürgerkrieg und 2. Weltkrieg bremsen zunächst die Ausbreitung. 1946 siedelt Escrivá nach Rom über und baut das Opus Dei weltweit auf. Bei Escrivás Tod am 26. 6. 1975 gehören dem Werk rund 60.000 Menschen an; heute sind es weltweit gut 80.000. Während sich das Opus Dei 1930 weiblichen Mitgliedern öffnet, nimmt es seit 1950 Verheiratete als Mitglieder auf und ernennt - seinerzeit ein Novum - Nichtkatholiken und Nichtchristen zu Mitarbeitern.





Escrivá hat eine Anzahl (allgemeinverständlicher) theologischer Werke verfasst, die zum Teil erst postum erschienen; sie erleben bis heute in vielen Sprachen hohe Auflagen. Zu nennen sind (im Folgenden Angabe des deutschen Titels und des Jahres der Erstveröffentlichung): Der Weg (1939); Christus begegnen (1973); Freunde Gottes (1977); Die Spur des Sämanns (1986); Im Feuer der Schmiede (1987); Gespräche mit Msgr. Escrivá de Balaguer (1968).





Escrivá stirbt am 26. 6. 1975 in Rom. Am 17 .5. 1992 spricht ihn Papst Johannes Paul II, selig, die Heiligsprechung folgt am 6. 10. 2002.





Erster Nachfolger Escrivás wird der ebenfalls aus Spanien stammende Priester Alvaro del Portillo (1914-1994), promovierter Tiefbau-Ingenieur und Historiker. Er wird 1991 zum Bischof geweiht. Ihm folgt mit dem 1932 geborenen Javier Echevarría wiederum ein Spanier, wie der Gründer promovierter Jurist und seit 1995 Bischof.


II. Wesen und Profil



"Das Ziel des Opus Dei besteht darin, vielen Menschen bewusst zu ma-chen, dass man die gewöhnliche Tätigkeit, die alltägliche Berufsarbeit heiligen und sich mitten im Alltag um die christliche Vollkommenheit bemühen kann, ohne die Arbeit [...] zu verlassen" (Gespräche, Nr. 84). "Heiligkeit" bedeutet, "das alltägliche Leben auf Gott hin auszurichten und mit dem Geist des Glaubens zu durchformen" (Joseph Ratzinger in einer Pre-digt am 19. 5. 1992). Knapp zusammengefasst weist das Werk folgende Wesenszüge auf:



1. Heiligender Wert des Alltagslebens und Gotteskindschaft. Christen kön-nen als Kinder Gottes die Heiligkeit inmitten ihrer gewöhnlichen Lebensumstände und Beschäftigungen anstreben. Die Gotteskindschaft schärft den Blick für das Detail: "Wenn ein Christ die unbedeutendste Kleinigkeit des Alltags mit Liebe verrichtet, dann erfüllt sich diese Kleinigkeit mit der Größe Gottes" (Gespräche, Nr. 116).



2. Heiligung der Arbeit. Die Mitglieder heiligen die Arbeit durch das Bemühen, sie mit größtmöglicher menschlicher Vollkommenheit zu verrichten. Dabei gibt es "keine belanglosen oder zweitrangigen Arbeiten" (Gespräche, Nr. 55). "Die Arbeit ist die ursprüngliche Bestimmung des Menschen und ein Segen Gottes" (Die Spur des Sämanns, Nr. 482).



3. Liebe zur Freiheit. Das Opus Dei und seine Mitglieder respektieren die Freiheit und die Meinungen anderer. Es gibt seinen Mitgliedern keinerlei Anweisungen oder Ratschläge in weltlichen Fragen.



4. Gebet und Opfer. Die Mitglieder pflegen bestimmte Formen des Umgangs mit Gott (insbesondere Gebet und Meditation, möglichst täglicher Besuch der Hl. Messe, häufige Beichte, monatliche Einkehrtage). Sie üben sich in Opferbereitschaft, v.a. in dem, was zu einer verlässlichen Pflichterfüllung beiträgt und anderen Menschen das Leben angenehmer macht.



5. Nächstenliebe und Apostolat. Die Mitglieder sollen durch das persönliche gute Beispiel von ihrem Glauben Zeugnis ablegen, und so anderen helfen, "dass sie zu Christus kommen" (Freunde Gottes, Nr. 264).



6. Einheit des Lebens. Der Alltag mit seinen Freuden und Sorgen, die Freundschaft mit Gott und das apostolische Engagement bilden eine Einheit. Ein Christ mitten in der Welt, so Josemaría Escrivá, muss sich davor hüten, "eine Art Doppelleben zu führen: auf der einen Seite das Innenle-ben, der Umgang mit Gott, und auf der anderen Seite, fein säuberlich getrennt, das familiäre, berufliche und soziale Leben" (Gespräche Nr. 114).


III. Rechtsnatur und Organisation



1. Nach Anhörung aller rund 2.000 Diözesanbischöfe der Länder, in denen das Opus Dei bereits tätig war, erhielt das Werk durch eine Apostolische Konstitution Papst Johannes Pauls II. am 28. 11. 1982 den Status einer Personalprälatur mit internationalem Wirkungskreis. Am selben Tage setzte der Papst das besondere kirchliche Eigenrecht der Prälatur, die Statuten, in Kraft. Personalprälaturen gehen auf das II. Vatikanische Konzil zurück und nehmen, ergänzend zu den Diözesen und Pfarreien, besondere seelsorgliche Aufgaben war. Die allgemeine Rechtsstellung der Personalprälaturen normieren can. 294-297 des Codex Iuris Canonici; sie sind juristische Personen kirchlichen Rechts. Wer als Laie einer Personalprälatur angehört, untersteht - wie jeder andere katholische Christ - seinem Ortsbischof.



2. Das Opus Dei besteht aus dem Prälaten, einem Presbyterium (d.h. ei-genen Priestern und Diakonen) und männlichen und weiblichen Laien. Die Mitglieder, unter denen es keine Ränge oder Grade gibt, sind zu etwa 98% Laien. Die verhältnismäßig wenigen Priester sind in der mit der Prälatur unlösbar verbundenen "Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz" zusammengeschlossen; dieser Vereinigung gehören neben Priestern des Werkes auch Diözesanpriester an. Die sog Supernumerarier/innen machen den größten Teil der Mitglieder aus und sind meist verheiratet (oder streben dies an). Die sog. Numerarier/innen leben ehelos, um ganz für die Aufgaben der Prälatur verfügbar zu sein; sie wohnen zumeist in den Zentren, denen die Bildungsarbeit und die seelsorglichen Betreuung der Angehörigen des Werkes in ihrem Umkreis obliegt. Wie die Numerarier ehelos lebend, nehmen die Assoziierten einen geringeren Aufgabenkreis als diese wahr und leben in der Regel bei ihrer Familie. Die Priester und die anderen ehelos lebenden Mitglieder sind Weltchristen, keine Ordensleute. Alle Formen der Mitgliedschaft werden durch Vertrag begründet und können daher ggf. auch gänzlich beendet werden. Die Mitarbeiter/innen, unter ihnen auch Nichtkatholiken und Nichtchristen, unterstützen die Arbeit des Werkes auf vielfältige Weise, ohne ihm anzugehören. Die Mitglieder des Opus Dei entfalten im Zusammenwirken mit anderen vielfältige Bildungs- und Sozialinitiativen, wie z.B. die Universität von Navarra (Pamplona/Spanien) und das Ausbildungszentrum Condoray für die ländliche weibliche Bevölkerung in Cañete/Peru.



3. Der Prälat des Opus Dei mit Sitz in Rom wird frei gewählt und vom Papst auf Lebenszeit ernannt; er muss Priester des Werkes sein und kann zum Bischof geweiht werden. Ein kollegialer Stil kennzeichnet die Leitung des Opus Dei: An der Leitung arbeiten sog. Räte mit, die mehrheitlich aus Laien bestehen. Für die weiblichen Gläubigen der Prälatur ist dies das „Zentralassessorat“; ihm entspricht für die männlichen Angehörigen der „Generalrat“. Als "Parlament" des Werkes kommt alle acht Jahre ein Generalkongress mit Delegierten aus aller Welt zusammen. Der Kongress prüft die Arbeit der Prälatur und schlägt dem Prälaten Richtlinien für ihre Tätigkeit vor. Während des Kongresses werden auch die Räte neu besetzt. Wenn ein neuer Prälat bestimmt werden muss, wird ein Wahlkongress einberufen. Die Prälatur ist geographisch in Regionen unterteilt. Einer Region steht ein Priester des Opus Dei als Regionalvikar vor, der wie der Prälat von einem Rat für Frauen und einem Rat für Männer unterstützt wird. Auch die Zentren des Opus Dei auf lokaler Ebene werden kollegial geleitet, und zwar ausschließlich von Laien. Außer dem Amt des Prälaten wird keine Leitungsfunktion auf Lebenszeit übertragen.


IV. Kritik

Kritik begleitet das Opus dei von den Anfängen bis heute. In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts verdächtigte man das Werk einer gefährlichen modernistischen Häresie, weil es auch für Laien ein tiefreligiöses Leben propagierte, was zuvor ausschließlich Klerikern und Ordensleuten vorbehalten schien. Heute wird die Bildungsarbeit des Werkes als elitäre Kaderschulung und die Glaubenstreue seiner Angehörigen als starrer Konservatismus dargestellt. Hierzu nur einige verbreitete Schlagworte: "Mafia des Papstes", "Fundamentalismus", "Sekte", "Geheimbund", "mittelalterlich bis vorkonziliar". Sie entstammen teils einer undifferenzierten Sicht von Kirche, Theologie, Politik und Gesellschaft, teils einer Verkennung der Wirklichkeit der Prälatur. Die Kritik ist aber auch verständlich, wenn man bedenkt, dass die Mitglieder den Glauben überzeugend, entschieden und offen zu leben versuchen in einer Welt, in der man nicht selten der (römisch-katholischen) Kirche ablehnend bis feindlich gegenübersteht.




Hinweise auf deutschsprachige Literatur



Becker, Klaus M. / Eberle, Jürgen (Hrsg.): Die Welt - eine Leidenschaft. Charme und Charisma des Seligen Josefmaria Escrivá. St. Ottilien 1993.

Berglar, Peter: Opus Dei. Leben und Werk des Gründers Josemaría Escrivá. 3. Aufl., Köln 1993.

Fuenmayor, Amadeo de / Gómez-Iglesias, Valentín / Illanes, José Luis: Die Prälatur Opus Dei. Zur Rechtsgeschichte eines Charismas. Essen 1994.

Helming, Dennis M.: Fußspuren im Schnee. Josemaría Escrivá, Gründer des Opus Dei. Eine Bildbiographie, St. Ottilien 1991.

Ortíz, César (Hrsg.): Josemaría Escrivá - Profile einer Gründergestalt. Köln 2002.

Portillo, Álvaro del: Über den Gründer des Opus Dei. Köln 1996.

Vásquez de Prada, Andrés: Der Gründer des Opus Dei. Josemaría Escrivá. 3 Bde. Köln 2001 ff.




Internet



Allgemeines: http:// www. opusdei.org;

über den Gründer: http:// www. de. Josemariaescriva. info;

Amtblatt der Prälatur Opus dei: http:// en.romana.org



Dr.iur.utr. Christian Raap, Bonn

29.05.2006

Da Vinci Code - Sakrileg - in den USA weiter zurückgefallen

Gemessen an den Bruttoeinnahmen der Kinokassen am Eröffnungswochenende ist Da Vinci Code-Sakrileg in den USA auf Rang 14 zurückgefallen, da „X-Men: The Last Stand“ von Fox am vergangenen Wochenende $30 Mio. mehr eingespielt hat als der Sony-Film.

Quelle: http://www.boxofficemojo.com/alltime/weekends/

Tarsuin

Cannes - Kein Preis für Sakrileg

Da Vinci Code-Sakrileg hat beim 59. Filmfestival in Cannes keinen einzigen Preis erhalten. Stattdessen sind zwei deutsche Filme ausgezeichnet worden, nämlich "Pingpong" von Matthias Luthardt sowie "Kristall" von Matthias Müller und Christoph Girardet.

Tarsuin


Die Preise der Filmfestspiele in Cannes

Goldene Palme: "The Wind That Shakes The Barley" von Ken Loach (Großbritannien)

Großer Preis des Festivals:

"Flandres" von Bruno Dumont (Frankreich)

Preis der Jury: "Red Road" von Andrea Arnold (Großbritannien)

Beste Darstellerin: Weibliches Ensemble von "Volver" mit Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Duenas, Blanco Portillo, Yohana Cobo, Chus Lampreave

Bester Darsteller: Männliches Ensemble von "Indigènes" mit Jamel Debbouze, Samy Nacéri, Roschdy Zem, Sami Buajila

Beste Regie: Alejandro González Inárritu für "Babel" (Mexiko)

Bestes Drehbuch: Pedro Almodovar für "Volver" (Spanien)

Caméra d'or (Goldene Kamera) für den besten Erstlingsfilm: "Was There or Was There Not" von Corneliu Porumboin (Rumänien)

Goldene Palme für den besten Kurzfilm: "Sniffer" von Bobbie Peers (Norwegen)

Besondere Erwähnung Kurzfilm: "Conte de Cartier" von Florence Miailhe (Frankreich)

Prix Un certain regard: "Luxury Car" von Wang Chao (China)

Spezialpreis Un certain regard: "Ten Canoes" von Rolf De Heer (Australien)

Großer Preis der Semaine de la critique: "Les amitiés maléfiques" von Emmanuel Bourdieu (Frankreich)

Drehbuchpreis der SACD zu gleichen Teilen an: "Pingpong" von Matthias Luthardt (Deutschland) "Les amitiés maléfiques" (Frankreich)

Großer Preis Canal + für den besten Kurzfilm Semaine de la critique: "Kristall" von Matthias Müller und Christoph Girardet (Deutschland)

Kurzfilmpreise der Sektion Cinéfondation (Kurzfilme von Studenten): 1. Preis: "Ge & Zeta" von Gustavo Riet (Argentinien) 2. Preis: "Mr. Schwartz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker" von Stefan Müller (Deutschland, Fachhochschule Wiesbaden) 3. Preis: "Mother" von Sian Heder (USA) "A Virus" von Agnes Kocsis (Ungarn)

Preis des Internationalen Filmkritiker-Verbandes FIPRESCI: "Hamaca Paraguaya" von Paz Encina (Paraguay)

Preis der Ökumenischen Jury: "Babel" von Alejandro Gonzáles Inárritu


Quelle: DPA

28.05.2006

Tierische Reaktion auf die Mona Lisa

Aus dem höchst wissenschaftlichen Jahrbuch Annals of Improbable Research (AIR)

eine interessante Studie Canine Reactions to the Mona Lisa (pdf)

eben über die Hundereaktionen auf die Mona Lisa

27.05.2006

Sakrileg und die dunkle Seite der Macht

Diese Spanier/innen!

medium_el_lado_oscuro.jpg



Die DVD kann man hier kaufen.

Kinobesuch - Sakrileg

Ein guter Beitrag aus dem Heute Blog

Kinobesuch: The Da Vinci Code - Sakrileg

Danke Andi!

Nach Sakrileg - Illuminati im Kino

Aus der Netzeitung Nach «Sakrileg» bald «Illuminati» im Kino

"In «Illuminati» spürt Symbologe Robert Langdon - bereits Hauptfigur im «Da Vinci Code» - dem Geheimbund der Illuminaten nach: Sie bedroht den Vatikan während der Wahl eines neuen Papstes. "

Opus Dei - Der Heilige des gewöhnlichen Lebens

Noch ein Film Der Heilige des gewöhnlichen Lebens

Opus Dei - Josefmaria Escriva: Leben und Werk

Und noch einen Film Josefmaria Escriva: Leben und Werk

Alle Einträge